Study "Informatik", a flashcard deck on FORKSAI.
Welchem Hauptzweck dient das Sächsische Datenschutzgesetz?
Das Sächsische Datenschutzgesetz dient dem Schutz des Einzelnen vor Beeinträchtigung seines Rechts auf informationelle Selbstbestimmung durch Behörden und andere öffentliche Stellen im Freistaat Sachsen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten.
Erläutern Sie den Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit anhand ihrer jeweiligen Fokusbereiche.
Datenschutz fokussiert auf die rechtliche und ethische Einhaltung sowie den Schutz der Privatsphäre, indem es regelt, was überhaupt erhoben, gespeichert und genutzt werden darf. Datensicherheit hingegen konzentriert sich auf technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz aller Daten (personenbezogen oder nicht) vor Verlust, Manipulation oder unbefugtem Zugriff, also wie verhindert wird, dass Daten verloren gehen oder in falsche Hände geraten.
Ein Krankenhaus in Sachsen verarbeitet Patientendaten. Welche der folgenden Maßnahmen fällt primär unter den Bereich der Datensicherheit und nicht des Datenschutzes?
C) Implementierung einer Firewall und regelmäßiger Backups für die Patientenserver. Diese Maßnahme dient dem Schutz aller Daten vor Verlust oder unbefugtem Zugriff und ist eine technische/organisatorische Umsetzung der Datensicherheit. Die anderen Optionen beziehen sich auf rechtliche und ethische Aspekte des Datenschutzes.
Ein Unternehmen in Sachsen hat 150.000 Kundendaten gespeichert. Wenn eine Datenschutzverletzung auftritt, bei der 5% dieser Daten kompromittiert werden, wie viele Datensätze sind betroffen? Angenommen, die durchschnittliche Bearbeitungszeit pro betroffenem Datensatz für die Benachrichtigung der Betroffenen und interne Dokumentation beträgt 0,5 Stunden. Wie viele Arbeitsstunden müssen für diese Aufgabe eingeplant werden?
Anzahl der betroffenen Datensätze: 150.000 * 0,05 = 7.500 Datensätze. Benötigte Arbeitsstunden: 7.500 Datensätze * 0,5 Stunden/Datensatz = 3.750 Arbeitsstunden. Es müssen also 3.750 Arbeitsstunden für die Bearbeitung eingeplant werden.
Was versteht man unter 'informationeller Selbstbestimmung' im Kontext des Sächsischen Datenschutzgesetzes?
Informationelle Selbstbestimmung ist das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Das Sächsische Datenschutzgesetz schützt dieses Recht, indem es regelt, wann und unter welchen Bedingungen öffentliche Stellen personenbezogene Daten verarbeiten dürfen.
Eine Behörde in Sachsen möchte personenbezogene Daten einer Person verarbeiten. Unter welchen zwei Hauptbedingungen ist eine solche Verarbeitung gemäß dem Sächsischen Datenschutzgesetz zulässig?
Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist nur zulässig, wenn dieses Gesetz oder eine andere Rechtsvorschrift sie erlaubt oder soweit der Betroffene eingewilligt hat. Dies stellt sicher, dass die Verarbeitung entweder gesetzlich legitimiert ist oder auf der freien Entscheidung der betroffenen Person beruht.
Nennen Sie drei konkrete Rechte, die der Betroffene gemäß dem Sächsischen Datenschutzgesetz bezüglich seiner personenbezogenen Daten hat.
Der Betroffene hat unter anderem ein Recht auf Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten, ein Recht auf Berichtigung, Löschung und Sperrung dieser Daten sowie ein Recht auf Widerspruch gegen die Verarbeitung seiner Daten.
Was ist die Kernaufgabe des Sächsischen Datenschutzbeauftragten im Bezug auf öffentliche Stellen?
Der Sächsische Datenschutzbeauftragte hat die Aufgabe, die öffentliche Stelle bei der Ausführung des Datenschutzgesetzes und anderer Datenschutzvorschriften zu unterstützen. Dazu gehört insbesondere die Überwachung der Einhaltung der Datenschutzvorschriften bei der Planung, Einführung und Anwendung von Verfahren zur automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten.
Ein Bürger in Sachsen vermutet, dass eine öffentliche Stelle seine personenbezogenen Daten unrechtmäßig verarbeitet. Welches Recht steht ihm gemäß dem Sächsischen Datenschutzgesetz zur Verfügung, um dies zu überprüfen?
Der Bürger hat das Recht auf Anrufung des Sächsischen Datenschutzbeauftragten (§ 24) sowie das Recht auf Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten (§ 18). Diese Rechte ermöglichen es ihm, die Datenverarbeitung zu überprüfen und gegebenenfalls Abhilfe zu schaffen.
Was ist der Hauptnachteil der einfachen Caesar-Verschlüsselung, der sie leicht angreifbar macht?
Der Hauptnachteil der einfachen Caesar-Verschlüsselung ist, dass der gleiche Buchstabe im Klartext immer wieder zum gleichen Buchstaben im Geheimtext übersetzt wird. Dies ermöglicht eine einfache Kryptoanalyse durch Häufigkeitsanalyse der Buchstaben.